Di. Okt 4th, 2022

Es ist soweit, die Koffer sind gepackt und auch schon alles im Auto. Gleich kann es losgehen. 1200km liegen vor uns. So weit bin ich noch nie in Urlaub gefahren. Hoffe unsere Lucy hält gut durch, ist ja doch eine lange Zeit die sie im Auto verbringen muss.

Die Route führt uns Richtung Passau, an Wien vorbei nach Sopron und dann noch gut 200 im über Land in Ungarn bis zu unserem Ziel. Wenn alles gut läuft sollten wir am späten Vormittag ankommen.

Die Fahrt liegt hinter und unsere Gastgeber haben uns sehr herzlich empfangen. Sie sind ebenfalls Deutsche und leben schon einige Jahre hier im Dorf. So erfahren wir schon bei der Begrüßung einiges über das Dorf und seine Menschen. Am Nachmittag gehen sie mit uns die paar Schritte zum Haus ihrer Tochter, dort dürfen wir unsere Ferien verbringen.

Das sieht doch richtig gemütlich aus, und ich bin sicher dass wir uns hier sehr wohl fühlen werden. Auch Lucy ist glücklich, sie darf sich frei auf dem großen Grundstück bewegen. Was gibt es da alles zu erschnüffeln. Während wir unsere Sachen auspacken ist sie jedenfalls gut beschäftigt. Im Haus erwartet uns eine Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer. Alle Räume sind gemütlich eingerichtet. Das große Grundstück bietet zudem einen Grill und eine gemütliche Sitzecke.

Mit dem Hinweis dass wir uns bei Fragen oder Problemen melden sollen, verlassen uns unsere Gastgeber. Was mir sofort auffällt ist diese Ruhe und der Gesang der Vögel. Es ist viel ruhiger und zugleich wesentlich lebendiger als Zuhause. Diesen ersten Tag verbringen wir ganz gemütlich, und gehen nur mit Lucy spazieren.

Doch was ist das? Hier wird es ja viel früher dunkel als Zuhause? Und es wird auch ganz schön frisch. Da sich zudem die Mücken über frisches Blut freuen, flüchten wir nach drinnen.

Der erste richtige Urlaubstag beginnt, ich habe schon gegen vier Uhr ausgeschlafen und draußen ist es schon fast hell. Also mache ich mir meinen Kaffee und ab nach draußen. Ich brauche zwar noch eine Jacke aber das stört mich überhaupt nicht. Denn draußen ist es herrlich. Der nach und nach einsetzende Gesang der Vögel, die ersten Sonnenstrahlen. Kann ein Urlaub schöner beginnen? Und meine Schlafmütze, verpennt diesen Tagesbeginn. Ich nutze die Zeit, um mich zu informieren was es im nahen Umkreis gibt. Einkaufen müssen wir auf jeden Fall. 25km bis zum nächst größeren Ort, das werden wir uns heute ansehen.

Morgen können wir uns das Haus ansehen, ich bin so gespannt. Ob es der Realität Stand hält? Guten Morgen meine Maus, Lucy ist auch schon wach und ich beschließe mit ihr eine Runde zu gehen. Es ist noch alles still im Dorf und wir begegnen niemanden. Aber hinter jedem Zaun bellt mindestens ein Hund. Die meisten Grundstücke sind Nutzgärten, Ziergärten wie daheim sehe ich eher weniger.  Vorne an der Ecke arbeiten ein paar Menschen auf einem kleinen Stück Acker. Später erfahre ich, dies sind Gemeindearbeiter. Alles was diese anbauen und ernten wird in der Dorf eigenen Gärtnerei verkauft. Der Erlös kommt dem Dorf zugute.

Als Lucy und ich zurück kommen, hören wir Geräusche aus dem Schlafzimmer, Achim hat auch ausgeschlafen, ist ja auch schon bald neun Uhr, somit wirklich Zeit den Tag zu beginnen.

Auf dem Weg in die Stadt kommen wir durch drei Dörfer, an sehr vielen Häusern hängt ein Schild eladó, und an einem großen See vorbei. Diesen möchte ich auf jeden Fall näher kennen lernen und ich nehme mir vor diesen zusammen mit Lucy zu entdecken. Aber heute ist einkaufen wichtiger. Alles wir in Kaposvár ankommen sehen wir als erstes bekannte Ketten, Lidl, Aldi, Praktiker und Obi gibt’s auch hier. Den anderen Discounter kennen wir nicht, und so beschließen wir unseren Einkauf dort zu beginnen. Bei Tesco gibt es alles was wir benötigen, ein sehr großer Laden. Aber auch das lernen wir später, es ist auch mit der teuerste Supermarkt. Dabei kam es uns gar nicht so teuer vor. Bezahlen mit der deutschen Bankkarte kein Problem. Der Geldautomat im Eingang, kann sogar deutsch, die Versorgung mit Bargeld somit auch kein Problem. Seit ihr schon mal mit 50000 im Portemonnaie herumgelaufen? Ich nicht, aber umgerechnet in Euro sind dies gerade mal 150 Euro. Jetzt aber ab nach Hause, Einkäufe verstauen und schauen wie Lucy die Zeit ohne und verbracht hat. Mittlerweile ist es auch schon ziemlich heiß geworden. Das schreit nach einem Nachmittag im Schatten

Von Gabriella

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