Di. Okt 4th, 2022

Wir schreiben den 21. August.2017. Alles ist verpackt und vorbereitet. Noch eine Nacht und morgen früh kommt unser Umzugshelfer mit dem Transporter. Endlich, trotz der vielen Arbeit sind mir die letzten Wochen sehr lang geworden. Ob ich diese Nacht überhaupt schlafen kann? Ich gehe nochmals durch das Haus, kontrolliere ob wir wirklich alles eingepackt haben. Ja es scheint alles in Ordnung zu sein. Morgen Mittag, wenn alles im Auto ist, nochmal Durchputzen und dann ist alles erledigt.

Noch ein letzter Ausflug zur Wiese, damit Lucy sich nochmals auspowern kann, morgen fällt das ja leider aus. Aber dafür beginnt auch für sie ein neues Leben, nie mehr den ganzen Tag an der Leine wenn sie raus will.

Die Nacht ist endlich vorbei, das ich gut geschlafen habe, wäre eine unwahre Behauptung, aber zumindest ein wenig habe ich geschlafen. Da beneide ich Achim, ihn scheint so schnell nichts zum seinen Schlaf zu bringen.

Unser Umzugshelfer verspätet sich, aber er hat sich zumindest gemeldet. Auf die lange Strecke ist es aber auch nicht möglich eine exakte Zeitangabe einzuhalten. Dann endlich, 1,5 Std später als ursprünglich geplant kommt er an. Mein Sohn ist mit einem Freund da, und hilft beim schleppen. Innerhalb von knapp drei Stunden ist der Wagen gepackt. Da es aber trotzdem mitten in der Nacht sein wird bis wir in Ungarn ankommen, vereinbaren wir das wir uns Morgens an Haus treffen und abladen. Zum Glück wohnt der Fahrer ja auch in Ungarn und kann im eigenen Bett schlafen.

Ich gehe nochmal durch das Haus, wische durch, mit Lucy noch Gassi und dann können auch wir los. Ein letzter Blick zurück, aber nicht mit Wehmut sondern mit Erleichterung

Weit kommen wir allerdings nicht, plötzlich ist vorne ein Geräusch zu hören, es klingt als wenn ein Reifen nicht rund läuft. Achim fährt sofort rechts ran, kann aber nichts entdecken. Langsam fahren wir zur nächsten Ausfahrt und haben Glück im Unglück, in kurzer Entfernung von der Autobahn gibt es eine Werkstatt. Hoffentlich ist unsere Fahrt hier nicht zu Ende. Während Achim beim Auto bleibt, nutze ich die Zeit um Lucy ein wenig Bewegung zu verschaffen. Dann kommt die Entwarnung, wir können gleich weiter fahren, alle vier Muttern des rechten Vorderreifen waren lose. Der Mechaniker hat alle vier Reifen kontrolliert und dann konnten wir weiter fahren. Schlecht ist mir trotzdem, hätte Achim nicht sofort reagiert und die Geschwindigkeit drastisch reduziert, wäre unser neues Leben wohl hier auf der Autobahn zu Ende gewesen.

Die restliche Fahrt verläuft ohne weitere Probleme, und gegen halb vier am Morgen kommen wir endlich an. Der Schlüssel zum Haus befindet sich am vereinbarten Platz und wir betreten unser neues Zuhause. Welch eine freudige Überraschung erwartet uns. K. hat uns die Betten bezogen und wir können uns einfach fallen lassen. Damit hätte ich niemals gerechnet. Ich stelle mir den Wecker auf acht Uhr, und schlafe ein sobald mein Kopf auf dem Kissen liegt. In wenigen Stunden ist die Nacht vorbei, dann wartet nochmals viel Arbeit auf uns.

Von Gabriella

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